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Vietnam

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Vietnam ist geprägt von großen Kulturen und frühem Reichtum, aber auch einer sehr wechselhaften und oft tragischen Geschichte, die uns zum Teil noch in Erinnerung ist. Doch inzwischen hat sich viel verändert - Vietnam hat heute zu seiner inneren Ruhe und seinen Traditionen zurückgefunden. Nach einer 15-jährigen Periode der Isolation öffnet sich Vietnam langsam wieder dem Ausland und gewährt dem Besucher Einblick in seiner über 4000 Jahre alte Kultur. So können Sie heute diese Land in einer Urtümlichkeit und Aufgeschlossenheit erleben, wie es in wenigen Ländern unserer Welt noch möglich ist.

Vietnam bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Religionen und fernöstlicher Traditionen. Ein Erlebnis ist die Naturverbundenheit der ethnischen Minderheit im Hochland, die tiefe Ruhe der Pagoden und die Quirligkeit in Vietnams alter Metropole Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt), die sich bereits wieder zum wahren Paris des Ostens entwickelt hat.

Abseits der großen Touristenströme erhält man in Vietnam noch einen unverfälschten Einblick in die Vielfalt des Landes, vom Dschungel fast überwucherte Tempelstädte der versunkenen Kultur der Cham mit ihren einzigartigen Bauwerken, die romantische Kaiserstadt Hue, von den malerischen Landschaft de Mekong-Deltas im Süden über die menschenleere Traumstrände Nha Trangs, Phan Thiets und Cua Dais bis zur Halong-Bucht im Norden, oft als achtes Weltwunder bezeichnet. Und in vielen Städten, besonders jedoch in Saigon und Hanoi, blickt durch die Häuserfassaden noch der Charme des alten französischen Kolonialreiches.

Die attraktivsten Reiseziele Vietnams im Überblick:

Hanoi
Vietnams liebenswerte Hauptstadt entspricht so gar nicht den Vorurteilen sozialistischer Großstädte: Eine wunderschöne Altstadt mit engen, baumgesäumten Alleen erinnert viel eher an französische Kleinstädte. Die französische Kolonialzeit hat viel deutlichere Spuren hinterlassen als 40 Jahre Sozialismus.
Sehenswürdigkeiten: Altstadt, See des zurückgegebenen Schwertes, Literaturtempel (Vietnams erste, 1076 gegründete Unisversität), Einbein- Pagode, Ho-Chi-Minh-Mausoleum, verschiedene Pagoden und Tempel.

Hoa Binh
Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Muong sowie den weißen und schwarzen Thai; Minderheiten, die hier noch in ihren traditionellen Pfahlhäusern leben. Das Hoa Binh Hotel ist in einem solchen Pfahlbau untergebracht, hier werden traditionelle Tänze aufgeführt und auch spezielle Gerichte der Minderheiten serviert.

Halong Bucht
Diese Bucht gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde: Tausende kleiner Inseln und Kalkfelsen voller Höhlen und Grotten in smaragdgrünen Wasser lassen die Legende glaubhaft erscheinen: Ein Drachen hierließ die Naturschönheit bei seiner Flucht ins Meer.
Er soll zwar heute noch hier wohnen, aber bis zu seinem Auftauchen genießt man auf einer Bootsfahrt hier alle Friedlichkeit und Ruhe der Welt. Und für Gourmets: Mittags legen kleine Fischerboote an und verkaufen frisch gefangene Meeresfrüchte, die anschließend direkt an Bord zubereitet werden.

Hoa Lu
Die alte Kaiserstadt, die komplett zerstört war, aber wieder aufgebaut wurde, steht meist stellvertretend für die sogenannte "Trockene Halong-Bucht", die sich wenige Kilometer entfernt bei Ninh Binh befindet: Unzählige Kalkfelsen inmitten eines Kanalsystems durch Grotten und Reisfelder können mit kleinen Booten besichtigt werden. Vielleicht die romantischste Landschaft Vietnams.

Dien Bien Phu
Im äußersten Nordwesten Vietnams an der Grenze zu Laos in einem wunderschönen Tal fand 1954 die letzte und entscheidende Schlacht gegen die Franzosen statt. Die Fahrt in diese abgelegene Region führt durch eine beeindruckende Berglandschaft, vorbei an Dörfern einiger der vielen ethnischen Minderheiten Vietnams - ein ganz besonderes Erlebnis.

Cuc Phuong Nationalpark
Der größte Nationalpark Vietnams beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna, eine ganze Reihe von Tierarten lebt nur noch in diesem Reservat. Unterstützt u.a. von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft ist inmitten dieses Parks ein Gästehaus entstanden, von dem aus unter sachkundiger Führung Ausflüge in dieses größte zusammenhängende Dschungelgebiet Vietnams unternommen werden können.

Hue
Die Kaiserstadt des 19. Jahrhunderts war lange Zeit kulturelle und geistige Mitte Vietnams. Fragt man die Vietnamesen, sind die Menschen hier besonders schön, romantisch und freundlich. 2-3 Tage lassen sich hier problemlos mit vielen Besichtigungen verbringen: Der alte Kaiserpalast, die Zitadelle und die Thien Mu Pagode (eines der Wahrzeichen Vietnams). Höhepunkt ist eine Bootsfahrt auf dem Duftfluß zu einem der sechs beeindruckenden Kaisergräber in der Umgebung Hues.

Da Nang
Da Nang ist meist der Ausgangspunkt der Fahrten nach Hue gewesen, als Hue noch nicht in das Flugnetz von Vietnam Airlines integriert war, da Da Nang von Saigon und Hanoi täglich mehrmals angeflogen wird. Auch heute sollte man wenigstens einen Weg fahren, denn die Straßen nach Hue führt über den berühmten Wolkenpaß und ist wohl der spektakulärste Abschnitt der Nationalstraße 1. Da Nang selbst bietet nicht viel: Das Museum der Cham (der "Urbevölkerung" Zentralvietnams), die Marmorberge und der China Beach in der nähren Umgebung. Der China Beach ist berühmt für seine Wellen, die schon surfenden GIs während des Vietnam Krieges zu nutzen wußten und hier wurde das erste 5-Sterne Resort Vietnams, das Furama Resort, eröffnet. Da Nang ist auch Ausgangspunkt für Touren nach Hoi An und My Son.

Buon Ma Thuot
Die Provinzhauptstadt liegt im südlichen Hochland in einer wunderschönen Landschaft. Buon Ma Thuot ist Ausgangspunkt für Exkursionen zu verschiedenen ethnischen Minderheiten und ihren traditionellen Dörfern. 50 km nördlich liegt Ban Don, wo noch heute die Dorfbewohner nach überlieferten Traditionen wilde Elefanten fangen und zum Arbeitseinsatz abrichten.

Hoi An
Die ehemalige Hafenstadt Faifo war jahrhundertelang einer der wichtigsten Häfen Südostasiens. Glücklicherweise blieb Hoi An von den vielen kriegerischen Zerstörungen in Vietnam verschont, so daß heute die bauliche Substanz keiner Stadt in Vietnam so gut erhalten ist wie in Hoi An. Vielleicht ist ja auch das der Grund dafür, daß Hoi An an Charme kaum zu überbieten ist und sich zu einer Künstlerstadt gemausert hat.
Neben den kulturellen Höhepunkten der Altstadt, gibt es hier auch in 5 km Entfernung tolle Badehotels am Cha Dai Beach.

Nha Trang
Nha Trang ist schlicht und einfach der Badeort Vietnams. Kilometerlange Strände, einsame Buchten, davor zahlreiche Inseln und Korallenriffe, die zu Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen (Tauchausrüstung mietbar) einladen. In Nha Trang existieren gute Mittelklasse-Hotels, und die Sommervilla des letzten vietnamesischen Kaisers, Bao Dai, wurde zum Hotel umgebaut. Es gibt neben zahlreichen Restaurants und einigen Strandcafe´s mittlerweile auch ein wunderschönes Beach Resort. Wer es jedoch vorzieht, auch einmal mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, vorzügliche kleine Restaurants zu suchen und zu finden und, wenn einem der Hauptstrand schon zu voll wird, 15 Minuten Fahrtzeit weiter eine ruhige Bucht von Nha Trang mit dem Besuch eines Meereswasser-Aquariums rundet einen Aufenthalt hier perfekt ab.

Mui Ne / Phan Thiet
Ein Leckerbissen für die Hobby-Fotografen ist diese rotsandig Wüstenlandschaft insbesondere vor Sonnenuntergang. Das kleine Fischerdorf am palmengesäumten Strand, dahinter 30 m hohe Dünen in einem unglaublich intensiven Rot - eine malerische Kulisse. Mui Ne liegt etwa 15 km von Phan Thiet entfernt und zwischen beiden Orten sind in den letzten Jahren zahlreiche Hotels und Resorts entstanden, die direkt am feinsandigen Strand liegen.

Da Lat
Die Honeymoon-Stadt Vietnams ist der Träume eines jeden Vietnamesen. 1500 m hoch gelegen hat diese Stadt ein besonders angenehmes Klima. Sehenswert sind hier vor allem das "Tal der Liebe" (der Ausflugsort frischvermählter vietnamesischer Ehepaare), einige romantische Wasserfälle, ehemalige Kolonialvillen und kleine Dörfer, ethnischer Minderheiten, in der Umgebung.

Tay Ninh
Meist mit einem Ausflug nach Cu Chi verbindet sich die Fahrt zum größten Cao Dai Tempel Vietnams in Tay Ninh. Diese Mischreligion mit christlichen, buddhistische, moslemischen und europäisch-humanistischen Elementen hat in Vietnam über eine Millionen Anhänger. Der Tempel selber ist wohl der farbenprächtigste ganz Vietnams.

Saigon
Das heutige Ho-Chi-Minh-Stadt ist längst wieder zum pulsierenden wirtschaftlichen Mittelpunkt Vietnams geworden. Für die einen ist es eine hektische und unendlich laute Stadt, für die anderen wieder das ehemalige "Paris des Ostens" mit den besten Restaurants Vietnams, Cafés und einem ausgeprägten Nachtleben.
Dazu die restaurierten, berühmten Hotels wie das Majestic, das Continental und das Rex sowie Neueröffnungen asiatischer Luxushotels á la Bangkok und Singapore. Sehenswert sind neben einigen Tempeln, dem Palast des Jadekaisers besonders auch das Leben in Saigons chinesischer Zwillingsstadt Cholon. Ausflüge von Saigon führen meist nach Cu Chi, Tay Ninh und in das Mekong-Delta.

Vung Tau
Das Seebad der Saigoner ist heute leider auch von Vietnams Ölindustrie dominiert. Trotzdem ist ein Abstecher, vielleicht mit dem Luftkissenboot, zu den Stränden und dem ausgeprägten Nachtleben sehr interessant. Wer Ruhe sucht, findet diese nur wenige Kilometer weiter in Long Hai.


Ch Chi
In Cu Chi ist einer der Einstiege in das 200 km lange unterirdische Tunnelsystem, das die Vietnamesen im Krieg gegen Franzosen und Amerikaner gebaut haben. Eigentlich ein Muß zum Verständnis der Landes und der Energie dieses Volkes.

Mekong Delta
Einzelne Städte hier hervorzuheben, ist schwierig. Eine Landschaft unendlicher Reisfelder und Mangrovensümpfen, alter Khmer-Tempel und wunderschöner Strände. Sehenswert sind Vinh Long, Chan Tho, Chau Doc (Tempelberg), Ha Tien (schönster Strand Südvietnams), Soc Trang und Tra Vinh mit ihren Khmer-Pagoden.

Con Dao
Die berühmt-berüchtigte Gefängnisinsel Con Dao ist die "Heimat der Tigerkäfige", bekannt auch in Europa aus unzähligen Vietnam-Filmen.

Phu Quoc
Die einsame Insel: Größte, aber nur dünnbesiedelte Insel Vietnams, touristisch noch völlig unerschlossen bis auf kleine Hotels in der Hauptstadt Duong Dong. Einsame von Kokospalmen gesäumte Strände mit wenigen Fischerdörfern, fast menschenleere Dschungellandschaft im Inneren, dazu die besten Meeresfrüchte Vietnams - hier ist noch ein kleines Paradies erhalten geblieben.
 

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