Indiens Nationalparks und Wildreservate

Indien ist nicht nur kulturell eine wahre Perle, das Land hat auch eine faszinierende, höchst abwechslungsreiche Landschaft und eine artenreiche Tierwelt zu bieten. In den letzten Jahren sind zum Schutz dieser wundervollen Natur mehrere Nationalparks, Wildreservate und Schutzgebiete entstanden. Seit der erste Nationalpark im Jahre 1937 ins Leben gerufen wurde, ist die Anzahl der Schutzgebiete in Indien vor allem seit den 70er Jahren stark gestiegen. Besondere Bedeutung hat hierbei der vom Aussterben bedrohte Bengalische Tiger, für dessen Schutz zahlreiche Wildreservate eingerichtet wurden. Insgesamt sind heute rund 550 Wildreservate und 446 Naturschutzgebiete in ganz Indien zu finden, insgesamt eine Fläche fast 6 Prozent des Landes. Verteilt über ganz Indien mit seinen unterschiedlichen Klimazonen bieten die unterschiedlichen Nationalparks ein breites Spektrum an Tieren und Pflanzen. Auch wenn die großen Tiere wie Elefanten, Tiger, Leoparden und Nashörner eine besondere Anziehung ausüben, so haben die Indiens Nationalparks noch einiges mehr zu bieten.
Eine Safari durch den dichten Dschungel, die weiten steppenähnlichen Gebiete oder die schneebedeckten Berge im Norden des Landes wird den Besuchern Indiens noch lange im Gedächtnis bleiben.

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Indiens Nationalparks und Wildreservate

Die Liste der Nationalparks in Indien umfasst über 100 Nationalparks und durch deren Verteilung über den Subkontinent können viele unterschiedliche Tiere und Pflanzen beobachtet werden. Die Vegetation der Parks bietet alles von dichtem tropischen Dschungel über steppenartiges Gelände bis hin zu den Ausläufern des Himalayas mit schroffen Felsen. Ein weiterer Vorteil der breiten Streuung ist, dass sich ein Besuch eines Nationalparks gut in eine Indien Reise  integrieren lässt.

Einige der beliebtesten und schönsten Nationalparks haben wir für Sie zusammengestellt.

Bandhavgarh Nationalpark

An den Ausläufern der Vindhya-Berge gelegen ist der 437 qkm große Nationalpark vor allem für seine große Population an freilebenden Bengalischen Tigern bekannt und zählt zu den schönsten Nationalparks Indiens. Die Landschaft des Parks wird von einem massiven Feldplateau dominiert, auf dem sich eine alten Maharaja Festung befindet. Umgeben wird die Festung von weitläufiger Sumpf- und Graslandschaft mit Bambushölzern. Die Sümpfe wurden in der relativ trockenen Region zum Schutz der Festung angelegt und dienen heute als Lebensraum für über 200 Vogelarten, verschiedene Reptilienarten, indische Bisons, Gazellen, Sambarhirsche und Languren. Neben dem indischen Tiger sind auch noch andere Raubtiere wie Leoparden, Streifenhyänen oder der Wildhunde im Bandhavgarh Nationalpark zuhause. Die beste Reisezeit für den Nationalpark ist von Februar bis Juni.

Corbett Nationalpark

Das älteste Schutzgebiet Asiens wurde im Jahre 1936 gegründet und bildet heute zusammen mit dem angrenzenden Sonanadi Schutzgebiet das größte Tigerreservat Indiens. Charakteristisch für den Park in den Ausläufern der Himalayas sind bis zu 1000m hohe Berge und breite Täler, die zum größten Teil mit Wald überzogen sind. Das Parkgelände hat über 110 unterschiedliche Baumarten und 500 verschiedene Pflanzenarten zu bieten. Besonders beliebt ist der Park wegen des Bengalischen Tigers, der mit etwas Glück bei einer Safari entdeckt werden kann. Darüber hinaus können Leoparden, Elefanten, Lippenbären, verschiedene Wildarten, Sumpfkrokodile und über 500 Vogelarten gesichtet werden. Die beste Reisezeit für den Nationalpark ist von November bis Juli.

Kanha Nationalpark

Der größte Nationalpark in Zentralindien diente als Inspirationsquelle zu Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ und in keinem anderen Park können so häufig Tiger gesichtet werden wie im Kanha Nationalpark. Das Gelände des Naturparks wird von zwei großen Flüssen durchzogen und zeichnet sich durch Hügellandschaften, Flusstäler, weiten Grasflächen, Dschungel und Hochplateaus aus. In dieser Landschaft sind neben den Bengalischen Tigern auch noch relativ viele Leoparden, Schakale, Wölfe, Streifenhyänen sowie  indische Stachelschweine zuhause.

Auch wenn die Tiger von Besuchern regelmäßig beobachtet werden können, so gibt es bei Tieren in der freien Wildbahn keinerlei Garantie für eine Sichtung. Die beste Reisezeit für den Nationalpark ist von Februar bis Juni.

Keoladeo Nationalpark

Unweit von Agra gelegen ist der kleinste Nationalpark Indiens zu finden, der Keoladeo Nationalpark. Das Vogelschutzgebiet ist auch unter dem Namen Keoladeo Gahna Bird Sanctuary bekannt. Das ehemalige Enten-Jagdrevier der Maharadschas beheimatet heute auf 29 qkm über 360 Vogelarten. Unter anderem Kraniche, Pelikane, Gänse, Enten und Adler überwintern hier, im Sommer sind auch Rebhühner, Pfauen, Kormorane hier zuhause. Der Sibirische Kranich, der mittlerweile akut vom Aussterben bedroht ist, kann hier mit etwas Glück gesichtet werden. Die beste Reisezeit für Vogelbeobachtung ist zwischen November und Februar.

Nargarhole Nationalpark
Zwischen den Westghats und den Nilgiribergen gelegen, erstreckt sich das Waldgebiet über 640 qkm und bildet zusammen mit den benachbarten Nationalparks das größte Schutzgebiet in Südindien. Das frühere Jagdgebiet des Maharadschas von Mysore wurde 1955 zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Parkgelände besteht vor allem aus tropischen Wäldern, Busch- und Graslandschaften und beheimatet zahlreiche Großtiere wie Elefanten, Tiger, Leoparden, Lippenbären und indische Wildhunde. Außerdem sind verschiedene Huftiere wie Sambarhirsche, Axishirsche sowie Wildschweine, Languren und Affen hier zu finden.

Ranthambore Nationalpark

Der Nationalpark in Rajasthan zeichnet sich vor allem durch seine zentrale Lage aus und lässt sich hervorragend in eine Rajasthan Rundreise integrieren. Auf Grund seiner relativ hohen Tigerdichte wird der Park auch Ranthambore-Tiger-Reservat genannt. Das weitläufige Gelände des Parks bietet mit seinen weiten Flächen, kleinen Seen und Wasserläufen eine gute Ausgangsbasis um einen gestreiften Bengalischen Tiger zu Gesicht zu bekommen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit im Ranthambore Nationalpark höher ist, gibt es auch hier keine Garantie. Neben den Raubkatzen leben weitere Tiere im Park, wie zum Beispiel verschiedene Huftierarten wie Sambarhirsche, Axishirsche, Nilgauantilopen, Vierhornantilopen, Indische Gazellen und Wildschweine.
Das Gelände ist von trockenen Felsgebieten, kleinen Seen und Wasserläufen umsäumt. Beste Reisezeit ist der November oder der März.

Pench Nationalpark

Zentral in Indien gelegen, erstreckt sich das Gebiet des Pench Nationalparks über die südlichen Ausläufer der Satpura Berge, entlang des gleichnamigen Flusses Pench. Die Landschaft des Parks ist bekannt für seine reichhaltige Pflanzenwelt- über 1200 verschiedene Pflanzenarten sind hier beheimatet, davon auch einige Pflanzen die inzwischen selten geworden und vom Aussterben bedroht sind. Eine ideale Umgebung für die unterschiedlichsten Säugetiere wie Sambarhirschen, Affen und Bären, aber auch Reptilien, Amphibien und 200 verschiedene Vogelarten. Beste Reisezeit ist zwischen Februar und April.

Periyar Nationalpark

Der in Südindien gelegene Periyar Nationalpark besticht durch seine fast immergrüne, tropische Dschungellandschaft, die fast 75% des Parks ausmachen. Das bergige Gelände des Parks kann bei Trekkingtouren und Wanderungen erkundet werden. Alternativ bietet der Park auch die Möglichkeit, bei Floßfahrten auf Bambusflößen auf dem Fluss oder dem Stausee die umliegende Landschaft zu beobachten. Neben der hohen Anzahl an unterschiedlichen Pflanzen können im Periyar Nationalpark mit etwas Glück Tiger und mit ziemlicher Sicherheit Elefanten, verschieden Hirscharten, Wildhunde und viele Affenarten gesichtet werden. Darüber hinaus sind 320 Vogelarten, 30 Schlangenarten, Schildkröten, Eidechsen und Fische hier zuhause und teilweise endemisch – also nur hier zu finden. Die beste Reisezeit zur Sichtung von Tigern ist die Trockenzeit im März und April, tropisch grün ist die Landschaft zwischen Juli und September.

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