Tibet – das Land der Schneeberge

Tibet ist ein Land, das die Phantasie anregt wie kein anderes. Durch die lange Abgeschiedenheit Tibets, das Jahrzehnte lang gar nicht zu bereisen war, hat sich um das Land hoch oben in den Bergen des Himalayas ein faszinierender Mythos gebildet. Tibet wird als ein Ort des Friedens, der Weisheit und tiefer Spiritualität verstanden, der mit unberührter Natur und atemberaubender schneebedeckte Gipfel gesegnet ist. Trotz aller Friedlichkeit darf man die schwierige Vergangenheit Tibets und den Kampf für eine Friedliche Einigung mit China nicht vergessen. Trotz der gewaltsamen Besetzung des unabhängigen Landes hat sich Tibet viel von seinem ursprünglichen Charme erhalten. Die tibetischen Menschen freuen sich über Besucher aus dem Westen, die wegen ihrer Kultur die weite Reise auf sich nehmen. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten wie dem Potala Palast in Lhasa oder den zahlreichen Klöstern verzaubert Tibet vor allem durch seine spektakuläre Landschaft. Neben dem höchsten Berg und der tiefsten Schlucht der Erde sind hier reißende Ströme sowie eine reiche Pflanzen- und Tierwelt zu finden. Eine Reise nach Tibet stellt sowohl für Kulturbegeisterte und Pilger, als auch für Wanderer, Mountainbiker und Naturliebhaber ein absolutes Highlight dar.

Karte Tibet

Klima und Wetter in Tibet

Reisen nach Tibet sind ganzjährig möglich, für unterschiedlichen Reiseinteressen sind jedoch manche Jahreszeiten besser geeignet als andere.

Das Frühjahr von März bis Mai ist in Tibet trocken und kalt, die Vormonsunzeit im Mai ist ideal geeignet für die Gipfelbesteigung der Hochhimalayas.

Der Sommer von Juni bis August ist heiß und nass, denn in Tibet ist im Sommer Regenzeit. Die Landschaft im Hochland blüht auf, ist saftig grün und voller Leben, es kann allerdings auch zu Überschwemmungen kommen.

Der Herbst wird als beste Reisezeit verstanden, da es im September kaum noch regnet und die Tage noch hell und warm sind. Trekking und Wanderungen in den Bergen können bis Oktober unternommen werden, ehe es im Winter dafür zu kalt wird.

Der Winter von Dezember bis Februar ist in Tibet sehr kalt, aber in der Regel trocken. Durch den klaren Himmel ist die Fernsicht auf Gipfel und Pässe in dieser Jahreszeit spektakulär.

Mehr Informationen zum Wetter in Tibet

 

Anreise nach Tibet

Anreise mit dem Flugzeug

Der internationale Flughafen von Tibet Gongka liegt 100km entfernt von Lhasa und wird über China oder Nepal angeflogen. Es verkehren regelmäßige Busse nach Lhasa, außerdem sind organisierte Transfers möglich.

Anreise mit dem Zug oder Bus

Überlandanreisen sind grundsätzlich möglich, unsere Reiseexperten sind bei der Planung gerne behilflich.

 

Zeitverschiebung in Tibet

Die Zeitverschiebung von Deutschland zu Tibet beträgt +7h (MEZ)

 

Reiseziele in Tibet

Im Umland von Tibets Hauptstadt Lhasa sind die ältesten und heiligsten Tempelanlagen des tibetischen Buddhismus zu finden. Es ist daher nicht nur ein spannendes Reiseziel für Europäer, sondern auch eine wichtige Pilgerstätte für die tibetische Bevölkerung. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Tibets ist der Potala Palast, der nicht nur die Macht des Dalai Lamas symbolisiert, sondern auch ein Meisterwerk tibetischer Baukunst ist. Seit 1994 steht der Potala Palast auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe. Das religiöse Zentrum des tibetischen Buddhismus bildet der Jokhang Tempel im Zentrum Lhasas, zu jeder Tages- und Nachtzeit beten Pilger dort. Die Zerstörungen des Tempels von 1959 wurden ausgebessert und zerstörte Statuen ersetzt. Ein Gefühl für das alte Lhasa erhalten Reisende auf dem Barkor, dem Marktplatz der Altstadt. Obwohl einige historische Gebäude abgerissen wurden, versprüht der Platz und den gleichnamigen Pilgerring um den Jokhang Tempel mit bunten Fahnen, rotierenden Gebetsmühlen und den konstant Mantras murmelnden Pilgern genau diese Spiritualität, die man sich auf einer Tibet Reise erhofft. Weitere Sehenswürdigkeiten in Lhasa sind der Sommerpalast, in dem das einzig öffentliche Portraits des jetzigen Dalai Lamas hängt, der Ramoche Tempel, der Palhalupuk Tempel sowie das Tibet Museum. Rund um Tibets Hauptstadt gibt es einige Gipfel, die nicht nur einen tollen Blick auf Lhasa und den Potala Palast bieten, sondern auch für Tagestouren geeignet und technisch nicht übermäßig anspruchsvoll sind; ideal also zur Einstimmung auf die langen Trekkingtouren zur Gewöhnung an die Höhenluft. Der heilige See Nam Co liegt auf 4718 m Höhe und ist der größte See im autonomen Tibet. Sein umliegendes Bergpanorama des Nyenchen-Tanglaha Gebirgzuges wird von Gipfeln von bis zu 7.127 m geprägt.

Nach der Zerstörung vieler Klöster in Tibet durch die gewaltsame Befreiung von China sind inzwischen einige wiederaufgebaut und werden von Nonnen und Mönchen mit Leben gefüllt. Zu den wichtigsten Klöstern, die heute wieder besichtigt werden können, zählen Sera, Ganden, Drepungt, Gyantse und Tashi Lhunpo.

 

Essen und Trinken in Tibet

Unterwegs werden an Raststätten (Truckstops) oftmals nur einfache Snacks wie Instandnudeln, Gerstenmehl, Kekse und Softgetränke angeboten. Reisende aus Tibet bringen einen kleinen Reiseproviant bestehend aus getrocknetem Hartkäse und dem luftgetrockneten Fleisch einer Ziege oder eines Yaks mit. In den größeren Städten Tibets gibt es zahlreiche Restaurants, neben eher anonymen Kantinenrestaurants gibt es auch kleinere chinesische oder uigurische Restaurants, die gemütlich sind und schmackhaftes Essen servieren. Auch vegetarische Gerichte sind auf der Speisekarte zu finden. Zu empfehlen sind die traditionellen Nudelsuppen, Nudelgemüseeintöpfe und Teigtaschen (Momos) mit unterschiedlichen Füllungen. Die Fleischeinlagen in Gerichten sind in Tibet normalerweise Huhn, Ziege oder Schaft. In chinesischen Restaurants im Südosten kann es allerdings vorkommen, dass Fleisch vom Hund oder anderen Tieren verarbeitet wird. Zum Essen wird ein Becher mit grünen Teeblättern gereicht, der immer wieder aufgebrüht werden kann. Alkohol zum Essen ist in Tibet nicht üblich. In Lhasa wird das Lhasa Bier gebraut und seit einigen Jahren wird auch chinesischer Wein getrunken.

 

Aktivitäten in Tibet

Mit seiner einzigartigen Landschaft, die oftmals noch vollkommen unberührt erscheint, stellt Tibet ein Paradies für Aktivitäten in der Natur und vor allem in den Bergen dar.

Bergsteigen

In Tibet sind noch richtige Expeditionen zu entlegenen Regionen und Bergen möglich, die allerdings einen hohen Aufwand an Logistik und Planung erfordern. Die tibetischen Berge lassen die Herzen der Bergsteiger auf jeden Fall höherschlagen und die Anzahl der leichter zu erreichenden 6.000er, 7.000er und sogar 8.000er sind enorm. Doch nicht nur die Hauptgipfel sind spannende Ziele: Die Wege zu den Base Camps (zum Beispiel das des Mount Everest), den Nebengipfeln und Gletschern bieten ebenfalls eine beeindruckende Sicht und sind mitunter leichter zu erreichen.

Wandern und Trekking

Das Bergmassiv des Himalayas und seine Ausläufer bieten zahlreiche Routen für Wanderungen und Trekkingtouren an. Sowohl kurze Tagesausflüge als auch mehrtägigen Trekkingtouren sind hier möglich. Die Ruhe in den Bergen und die atemberaubenden Panoramen machen Wanderungen in Tibet zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Mountainbike

Fahrradtouren durch Tibet sind vor allem für erfahrene Radfahrer geeignet und spannend. Organisierte Touren mit dem Mountainbike gibt es am Friendship Highway. In Lhasa können einfache Fahrräder für die Mobilität in der Stadt ausgeliehen werden.