Wir wagten das große Abenteuer und ich machte mich mit meiner Familie mit zwei Kindern auf nach Namibia.
Die Flüge sind sehr angenehm, sie gehen über Nacht, es gibt Direktflüge und man landet am nächsten Morgen ausgeschlafen, ohne Zeitverschiebung in Windhoek.
Gerne möchte ich die Highlights für Kinder, aber auch für uns Erwachsene mit euch teilen:

Region Sossousvlei & Deadvlei:
Die Region war für mich einer der faszinierenden Stopps auf unserer gesamten Route: Hier findet man mit die höchsten Dünen der Welt. Es war ein riesiges Abenteuer die Düne zu besteigen und von oben die tolle Aussicht auf das Deadvlei zu genießen. Das absolute Highlight, nicht nur für die Kinder, war am Ende die hohe Düne wieder runterzurutschen.
Zum Abschluss machten wir noch eine kleine Wanderung durch den Sesriem Canyon. Faszinierend, wie die Kraft der Natur diesen Canyon geformt hat.
Ein einzigartiges Erlebnis war dann abends der atemberaubende Sternenhimmel. Durch die klare Luft konnte man den Sternenhimmel mit der Milchstraße so klar sehen, wie ich es noch nirgendwo anders gesehen habe.
Swakopmund:
Hier hat man noch deutlich den Einfluss der Deutschen kolonialen Zeit gespürt. Nicht nur der Baustil erinnert sehr stark an ein Seebad irgendwo an der Ostsee, auch wurden wir mit einem freundlichen „Guten Abend“ am Abend im Restaurant begrüßt. Die Strände sind toll, um einfach einmal zu entspannen und Sandburgen zu bauen.
Auch in Swakopmund findet man hohe Dünen, wo man hinaufwandern kann und auch Sandboarden und Quadtouren sind hier möglich.
Fährt man ein Stück weiter nach Walvis Bay, kann man hier Flamingos in freier Wildbahn beobachten oder an einer Schiffstour teilnehmen, bei dem man Robben und Pelikane ganz nah kommt.

Faszinierende Tierwelt:
Die umfangreiche Tierwelt hat uns durch ganz Namibia begleitet. Nicht nur im Etosha Park kann man Tiere auf Safari beobachten. Viele Lodge bieten auch eigene Safaris in Ihrem eigenen Reserve an, wo man auch Giraffen, Nashörner, Nilpferde, Springböcke, Kudus, etc. beobachten kann. Was gibt es schöneres als bei Sonnenuntergang mit einem Glas Wein im Safari-Auto zu sitzen und einfach nur die Natur zu genießen?
Aber auch unterwegs an der Straße konnten wir immer mal wieder Tiere wie Giraffen, Zebras oder Springböcke beobachten.
Sehenswert war auch die riesige Robbenkolonie mit tausenden Robben in Cape Cross.
Das Highlight war dann der Etosha Park. Nicht nur landschaftlich war es hier super, auch die Tierwelt war umfangreich. Hier haben auch die Lodges direkt im Park eigene beleuchtete Wasserlöcher, wo man abends die Tiere beobachten konnte, die zum Trinken hierher kamen.
Bei Safaris im Etosha Park dürfen Kinder erst ab 6 Jahren teilnehmen, man kann aber auch super mit dem eigenen PKW den Park erkunden.

Kulturelle & Historische Highlights:
Absolut begeistert hat uns auch die Geisterstadt Kolmanskop. Hier wurden bis 1930 Diamanten abgebaut. Bis heute hat sich die Natur nach und nach wieder das Land zurückgeholt und so kann man durch alte Gebäude schlendern, die vom Wüstensand zugeweht waren. Für die Kinder war es wie ein riesiger Sandspielplatz, wo man durch Fenster klettern und über Sanddünen rennen konnte. Und auch die Geschichte dahinter war nicht nur für uns Erwachsene spannend anzuhören.
Auch das UNESCO Weltkulturerbe, die Felsmalerei von Twyfelfontein, war faszinierend. Auf den großen Felsen konnten wir zahlreiche Felsgravuren entdecken, die die Menschen vor bis zu 10.000 Jahren hier aufgezeichnet haben.
Auch wenn die Entfernungen lange sind und man viele Stunden im Auto verbringt, ist es trotzdem ein tolles, spannendes Reiseziel für Kinder. An den unendlich weiten Schotterpisten sieht man immer einmal wieder irgendwo ein Tier stehen, was die Langeweile gleich vergessen lässt. Und unterwegs gibt es auch immer wieder die Möglichkeit einen Stopp einzulegen und etwas zu besichtigen.
Mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck hieß es dann nach drei Wochen leider wieder Abschied nehmen.
